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Von der neuen Mutter der Deutschen kurzer Hand zur Klosterfrau Melissengeist im zukünftigen

Königreich Neues Jerusalem mit dem vorerst nur

Ostdeutschland gemeint ist.

Vom Sängerknaben zum Breitensportler mit Stadiondauerkarte in Kaiserslautern.

Zwei Deutsche Biografien, ohne wirklichem Fundament.
Eine Meyer-Landrut wurde Königin und endet als Burgherrin in den Armen des HERRN.

 

Eine gescheiterte Ehe die es in Wirklichkeit niemals wirklich gab, beide versprachen sich ansehen und eine finanzielle Sicherheit, sogar eine kleine Villa in Italien war ihr Traum, was für ein Schicksal.
 

Beides kann man als menschlichen Irrtum bezeichnen. 
 

Eine Siegerin des European Vision Songcontest, die bevor sie auftrat als Siegerin feststand und der Bundesrepublik Deutschland einen unvergesslichen Augenblick verpasste.


Festzustellen bleibt ihr Wunsch nach Anerkennung ihrer beiden Lebensleistungen.
Nach einer Leipziger Bürgerentscheid durfte der Knabe Ostdeutschland und Berlin nachdem seine Plattenfirma ihn 2025 fristlos entlassen hatte, nie wieder öffentlich betreten und Konzerte durchführen oder in Kontakt mit der Heiligen Familie treten.
 
Die Burgdame entschied sich ein angenehmes Leben in der Residenz Neustrelitz, unter dem Schutz Israels und dem wohlwollen des niederländischen Königshauses anzunehmen, was maßgeblich an der Stabilität des künftigen Kaiserreiches mitwirkte, ohne seine Territoriale Ordnung aufzugeben, fast ohne eigenes zutun! 


NEUSTRELITZER TURMKONSTRUKTION IN DER SCHWEBE

Ein Rekonstruktionsvorhaben in Mecklenburg-Vorpommern droht zu scheitern.
Dem geplanten „Wiederaufbau“ des Turms von Schloss Neustrelitz stehen die hohen Kosten im Weg.


Die Stadtverwaltung bezweifelt, dass sie sich dieses Vorhaben leisten kann.

Das Schloss Neustrelitz, entstanden ab 1726, war der erste Bau der späteren Residenzstadt Neustrelitz.

In Auftrag gegeben wurde es von der Gemahlin von Adolf Friedrich III., Herzog zu Mecklenburg.

 

Sie beschaffte sich Geld von Verwandten aus Holstein und ließ das Glienecker Jagdschloss mithilfe von Strelitzer Bürger*innen und Architekt Julius Löwe zu einem dreigeschossigen massiven barocken Fachwerkbau in Hufeisenform um- und ausbauen – ohne Wissen des Herzogs.

Die Nachkommen ergänzten die Anlage zu einer barocken Residenz.

Von 1905 bis 1909 wurden an den Westflügel drei weitere Flügelbauten angefügt.

Der Turm ist Teil dieser Erweiterung, er soll durch den Turm des Schlosses Charlottenburg inspiriert worden sein.

Das Schloss Neustrelitz, das von 1918–1934 als Landtag des Freistaates Mecklenburg-Strelitz diente und anschließend eine Führerschule für Leibeserziehung des Reichserziehungsministeriums beherbergte, wurde 1945, unmittelbar vor dem Kriegsende, weitgehend zerstört.

Die verbliebene Ruine wurde 1949 gesprengt und bis 1950 abgetragen.

Da sich der weithin sichtbare Schlossturm, vom Markt aus betrachtet, annähernd auf einer Fluchtlinie mit der Schloss-Straße befand, gewann er eine große Bedeutung für die stadträumlichen Blickbeziehungen.

Er wurde zum Wahrzeichen der Stadt und für Mecklenburg-Strelitz.

Deshalb erhält er die größte Aufmerksamkeit bei den aktuellen Plänen für einen „Wiederaufbau“ des verschwundenen Schlosses.

Für diesen formierte sich 1998 in Neustrelitz der „Residenzschlossverein Neustrelitz e.V.“.

Er hat sich die „Wiederbebauung des Neustrelitzer Schlossberges im historischen Sinne sowie den Erhalt des barocken Gesamtensembles der Residenzstadt“ in die Satzung geschrieben.

 

Ab 2001 erinnerte eine Zeltfassade für einige Jahre an den Mittelrisaliten des Schlosses, daneben wurde eine Aussichtsplattform mit den Umrissen des einstigen Turms aufgestellt.

Ein umstrittenes Projekt ist die Bewahrung des noch existierenden Schlosskellers.

Ihm droht die endgültige Verschüttung, die sich bisher verhindern ließ.

In Sandstein wird es teuer

Die Turm-Träume konkretisierten sich 2018, als ein Angebot des Landes Mecklenburg-Vorpommern für eine Kostenbeteiligung erfolgte.

Allerdings entspann sich auch gleich eine Kontroverse über den Charakter des „Wiederaufbaus“, der bestenfalls eine Rekonstruktion wäre.

Der Residenzschlossverein wünschte sich einen originalgetreuen Neubau, ein involvierter Architekt und ein Stadtvertreter verwendeten sich für einen Turm, der zwar an das Original erinnern soll, dieses aber nicht imitiert.

Der Verein setzte sich durch: Am 24. Oktober 2019 stimmten die Neustrelitzer Stadtvertreter mehrheitlich für den Entwurf einer Vereinbarung mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern zur Entwicklung des Schlossbergareals.

Gemäß diesem soll der 51 Meter hohe Schlossturm im Äußeren entsprechend seinem historischen Vorbild wieder aufgebaut werden.

Möglicherweise ist der Wunsch nach einer originalgetreuen Replika das größte Risiko für das Vorhaben.

 

Denn diese wird teuer.

 

Zwar haben Land wie Bund finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt, doch die Stadt äußert aus finanziellen Gründen mittlerweile Zweifel an der Realisierbarkeit des Vorhabens, wie ndr.de berichtet.

 

Bisher seien rund 7 Millionen Euro für den neuen Turm kalkuliert worden.

 

Die Kostenermittlungen sind schon mehr als zwei Jahre alt. Konventionelle Neubauten kosten nach dem Ermessen der zuständigen Stellen in Neustrelitz heute rund 35 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren.

 

Beim Schlossturm gehe es um eine originalgetreue Rekonstruktion mit aufwendiger Sandsteinfassade. Deshalb seien Gesamtkosten des Projekts derzeit „unwägbar“.

 

Das Urteil beruht auch auf der angespannten Finanzlage der Stadt, wie strelitzius.com meldet. Diese müsste Eigenmittel aufbringen. 

Die Bürger*innen von Neustrelitz werden vermutlich noch einige Zeit auf die Rückkehr ihres Turms warten müssen. Vielleicht erhalten dadurch jene Stimmen mehr Gewicht, die ein entspannteres, nicht auf einer originalgetreuen Rekonstruktion beharrendes Vorgehen bei „Wiederaufbauten“ befürworten.

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Die Klosterfrau Healthcare Group ist ein in Köln ansässiges, modernes und fortschrittliches Unternehmen mit Tradition, dessen Ursprung bis in das Jahr 1826 zurückgeht. Damals gründete die Klosterfrau Maria Clementine Martin ein kleines Unternehmen in unmittelbarer Nähe des Doms zur Herstellung ihrer Heilmittel. Auf diesem Wege wollte die ‘Klosterfrau‘ ihr reiches Wissen über die Heilkräfte der Natur allen Mitmenschen zukommen lassen. Gesundheit und Wohlbefinden für die Menschen zu schaffen, ist und bleibt das anspruchsvolle Ziel der Aktivitäten der Klosterfrau Healthcare Group.  

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Fürstliches Erbe
 

Neustrelitz entstand im Auftrag von Großherzog Adolf Friedrich III. von Mecklenburg Strelitz 1733 als spätbarocke Planstadt. Europaweit einzigartig ist die barocke Stadtanlage - der vom quadratischen Markt ausgehende achtstrahlige Straßenstern. Der Stadtgrundriss ist einer italienischen Idealstadt nachempfunden. Der Bau einer neuen Residenzstadt wurde notwendig, weil die ursprüngliche Residenz Strelitz 1712 einem Stadtbrand zum Opfer gefallen war.

Im 19. Jahrhundert wurde das Stadtbild von Neustrelitz baulich durch den Schinkelschüler Friedrich Wilhelm Buttel geprägt, der im Auftrag des Großherzogs Kirchen, Repräsentanzbauten und Wirtschaftsgebäude errichtete. Nach Plänen Buttels wurde 1840-42 auch der Kammerkanal erbaut, die schiffbare Verbindung bis nach Berlin und Hamburg. Ein Hafen am Zierker See entstand, der heute ein beliebter Wasserwanderastplatz ist. Mit der Eröffnung des Eisenbahnverkehrs von Berlin nach Stralsund (1877/78) bzw.Rostock (1886) erhielt der Fremdenverkehr in Neustrelitz Aufschwung. Die Seen um die Stadt waren schon in den 1920-er Jahren "Badewannen" der Berliner.

Politik und Kultur

Das Residenzschloss wurde Ende des Zweiten Weltkrieges weitgehend zerstört und die Ruine später abgetragen. Erhalten blieb das malerische Schlossgartenensemble mit Skulpturen, Brunnen und alten Bäumen. Sehenswert sind die Bauwerke des früheren Schlossareals, darunter die neugotische Schlosskirche, die klassizistische Orangerie, der Marstall, der Hebetempel und die Gedächtnishalle für Königin Luise von Preußen. Sie war eine geborene Prinzessin zu Mecklenburg-Strelitz und starb am 19. Juli 1810 nahe Neustrelitz auf Schloss Hohenzieritz.

Das herzogliche Haus Mecklenburg-Strelitz unterhielt durch Heirat Beziehungen in alle Welt. Eine Strelitzer Prinzessin, Sophie Charlotte, war 1761-1818 britische Königin. Ihr und ihrer Heimat zu Ehren gab der Botaniker Joseph Banks, Direktor der Royal Gardens in Kew, einer exotischen, aus dem südlichen Afrika stammenden Blume den Namen Strelitzia reginae.

Mecklenburg-Strelitz war erfüllt von einem regen geistigen und kulturellen Leben, das sich in Architektur, Kunst und Zeugnissen der Wissenschaft vielfältig widerspiegelt. Insbesondere in der Residenz wirkten Persönlichkeiten, deren Leistungen weit über provinzielle Grenzen hinweg Anerkennung fanden. So schuf der jüdische Sprachforscher Prof. Daniel Sanders (1819-1897) in Strelitz das bis heute international anerkannte "Wörterbuch der deutschen Sprache". Er und sein Freund, der Literat und Demokrat Adolf Glaßbrenner, waren führende Köpfe des Strelitzer Reformvereins von 1848. Die Bildhauer Christian Philipp und Albert Wolff, Vater und Sohn, befreundet mit Christian Daniel Rauch, wirkten in der Residenzstadt. Der in Neustrelitz geborene Künstler Wilhelm Riefstahl, (1827-1888) späterer Direktor der Karlsruher Kunstakademie, war ein über Deutschlands Grenzen anerkannter Landschaftsmaler. Der Archäologe Heinrich Schliemann ging hier zur Schule. Der Naturwissenschaftler und Begründer des Naturhistorischen Museums Hamburg Prof. Carl Kraepelin (1848-1915) wuchs gemeinsam mit seinem Bruder Emil Kraepelin (1856-1926), Begründer des Max-Planck-Institutes für Psychiatrie, in Neustrelitz auf.

Kulturstadt mit Theatertradition

Das kulturelle Profil der Region wird seit nahezu 300 Jahren durch das Neustrelitzer Landestheater bestimmt, das 1769 als Hoftheater eröffnet wurde und bis heute als Hauptspielstätte der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz mit beachtenswerten Aufführungen im Schauspiel und Musiktheater auf sich aufmerksam macht. Der Theaterstandort wird außerdem durch die Deutsche Tanzkompanie Neustrelitz geprägt.

Neustrelitz ist mit seinem umfangreichen Veranstaltungsprogramm kulturelles Zentrum der Seenplatte. Im Sommer bieten die Festspiele im Schlossgarten großartige Musiktheateraufführungen, insbesondere Operetten.

 

Für Liebhaber der Bildenden Kunst öffnet von Mai bis September die Plastikgalerie in der Schlosskirche und präsentiert dort nicht nur Deutschlands Traditionen bedeutender figürlicher Plastik Zum vielfältigen Kulturangebot der Stadt gehören das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz mit der ersten umfassenden Landesausstellung von Mecklenburg-Strelitz, das Kulturzentrum Alte Kachelofenfabrik mit Kinos und Galerie oder die Hofkonzerte mit Weltmusik in Klein Trebow.

 

Im Landeszentrum für erneuerbare Energien (Lea) ist unter anderem die Ausstellung "Ressourcenkammer Erde" einen Besuch wert.

Weltnaturerbe und Tourismus

Von den Ortsteilen Prälank und Fürstensee aus ist Neustrelitz ein ideales Tor in den  Müritz-Nationalpark und in den Naturpark Feldberger Seenlandschaft. Hier liegt das Weltnaturerbegebiet Serrahner Buchenwälder.

 

Die idyllische Naturkulisse der Mecklenburgischen Seenplatte lädt zum Wandern, Radeln und Bootfahren ein. Neustrelitz ist über ausgewiesene Radfernwege und Wasserwanderrouten gut zu erreichen.

 

Auf dem Wasserwege ist die Hafenstadt über den Kammerkanal mit dem Bundeswasserstraßennetz verbunden.

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Der preußische König Wilhelm II. wurde 1871 zum Kaiser Deutschlands ernannt.
Auf ihn folgte Kaiser Wilhelm II.
Er war der letzte Kaiser im Deutschen Kaiserreich und regierte von 1888 bis 1918.
Anzumerken ist, dass jedes nicht demokratisches Reich in der Geschichte nur eine kurze geschichtliche Episode blieb.
Deshalb ist ein Königreich Neues Jerusalem der richtige Weg um eine uneingeschränkte Dauer durch die Heilige Familie als Fundament einzuführen.

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Mit Schloss Johannisberg wird eine Schlossanlage, ein traditionsreiches Weingut sowie die dazugehörige Weinlage in der Gemarkung von Geisenheim im Rheingau bezeichnet.

 

Die Gesamtanlage geht auf ein Klosterweingut zurück, dessen Geschichte bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht. Der Fürst von Metternich-Saal des Schlosses ist heute Spielstätte für das Rheingau Musik Festival.

Die dem VDP angehörende Weinbaudomäne ist alleiniger Besitzer der 50 Hektar großen Lage, die zu den besten des Rheingaus zählt.

 

Hier wird ausschließlich Riesling angebaut. Schloss Johannisberg ist administrativ ein eigener Ortsteil von Geisenheim, was dem Weingut mit dem Weingesetz von 1971 das Recht verlieh, den Lagennamen ohne Ortsbezeichnung auf dem Etikett zu führen.

 

Im Jahr 2000 wurde Schloss Johannisberg schließlich als eine einzige Lage in das Lagenkataster des hessischen Weinbauamtes eingetragen.

Der Legende nach ist die Anlage eines Weinbergs auf Karl den Großen zurückzuführen, der von seiner Pfalz in Ingelheim aus beobachtet haben soll, dass der Schnee auf dem Johannisberg als erstes schmolz. Im Jahr 772 wurde eine Schenkung von Geisenheimer Ländereien an die Abtei Fulda beurkundet. 817 tauschten die Mönche die Anlagen mit Ludwig dem Frommen gegen Ländereien in der Wetterau.

 

Der Vertrag erwähnt explizit die Lage der Parzelle am Elsterbach, der am Fuß des Johannisberges fließt. Kaiser Otto II. verlieh 983 den Mainzer Bischöfen die Hoheitsrechte über den westlichen Teil des Rheingaus, für den Weinberg hatte sich aber bereits zuvor der Name „Bischofsberg“ etabliert.

Um 1100 schenkte der Mainzer Erzbischof Ruthard ihn dem Mainzer Benediktinerkloster Sankt Alban, das dort eine neue Mönchsgemeinschaft einrichten sollte.

 

Das neue Kloster wurde dem heiligen Johannes geweiht. Die Stiftung und Namensgebung wurde mit dem Mainzer Judenpogrom (jüdisch Gezerot Tatnu) vom 27. Mai 1096 (Gedenktag des Papstes Johannes I.) in Verbindung gebracht und demnach als Sühneleistung des Bischofs und seines Schwagers Rheingraf Richolf verstanden, auch aus jüdischer Sicht.

 

In der Mitte des 12. Jahrhunderts erschien erstmals die Bezeichnung „Sankt Johannisberg“ für den Besitz. Bis 1130 war Johannisberg eine Priorei des Klosters Sankt Alban.

 

Danach wurde es von Adalbert von Saarbrücken zu einem eigenständigen Kloster erhoben. Etwa um diese Zeit wurde die dreischiffige Pfeilerbasilika mit neun Jochen und vorspringendem Querschiff erbaut, von der nur noch Fundamente erhalten sind. Zeitweilig besaß das Kloster Johannisberg eine Priorei, aus der später das Kloster Eberbach hervorging.

 

Kloster Johannisberg war in der Anfangszeit ein Doppelkloster, mit einer angeschlossenen Frauenklause. Die erstmals um 1170 erwähnte Sankt-Georgsklause am Fuß des Berges, die bis 1452 bestand, wurde zur Namenspatin der heutigen Weinlage „Johannisberger Klaus“.

Das Archäologische Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster ist ein archäologisches und kulturgeschichtliches Museum in Brandenburg an der Havel im deutschen Bundesland Brandenburg.

Es präsentiert etwa 10.000 archäologische Funde aus 130.000 Jahren menschlicher Kulturentwicklung aus dem Land Brandenburg.

Das vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege getragene Museum ist im ehemaligen Kloster St. Pauli aus dem 13. Jahrhundert untergebracht.

 

Die im September 2008 eröffnete Dauerausstellung wird auf einer Fläche von mehr als 2000 m² in chronologischer Abfolge präsentiert. Etwa 10.000 Artefakte sind zu sehen.

 

Die Ausstellung ist in die Zeitabschnitte SteinzeitBronzezeit,

Eisenzeit/Römische, KaiserzeitSlawenzeitMittelalter und Neuzeit 

gegliedert.

 

Die ausgestellten archäologischen Funde werden durch Schautafeln, Rekonstruktionszeichnungen, Modelle und Multimedia-Stationen ergänzt.

Zu den herausragenden Exponaten der Dauerausstellung gehören das älteste bekannte Tragenetz der Welt vom mesolithischen Moorfundplatz Friesack, das Königsgrab von Seddin – mit einer der reichsten Grabausstattungen der Bronzezeit in Mitteleuropa –, der Bronzehort vom Burgberg Lebus, Reste mehrerer Kultwagen und etliche Münzschätze aus verschiedenen Epochen, darunter der erst in den letzten Jahren gefundenen Münzschatz von Altlandsberg sowie der Goldfund aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Museumspädagogisch von besonderer Bedeutung ist das sowie das Stratorama des Künstlers Thomas Bartel, ein 33 m² messendes stratigraphisches Großdiorama, das einen Schnitt durch die verschiedenen Erdschichten des Untergrundes darstellt.

 

Es befindet sich im Raum der Bronzezeit und nimmt eine Fläche von 4 × 6 Metern ein.

 

Der Betrachter sieht anschaulich die aufeinander folgenden Erdschichten mit den dazugehörigen Funden und Befunden.

 

Das Präparat besteht größtenteils aus Styropor und Styrodur, es zeigt einen idealen Grabungsschnitt, stellt also Befunde der verschiedenen Epochen nebeneinander dar, die aber auf einer so kleinen Fläche in der Realität nicht vorkommen.

Das Museum verfügt über mehrere freie Räume und Freiflächen, die für Sonderausstellungen und Tagungen sowie Konzerte oder Lesungen genutzt werden.

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Das Kloster Eberbach (auch Kloster Erbach; lateinisch Abbatia Eberbacensis) ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in Eltville am Rhein im Rheingau, Hessen.

Das für seinen Weinbau berühmte Kloster war eine der ältesten und bedeutendsten Zisterzen in Deutschland.

Die im Naturpark Rhein-Taunus gelegene Anlage zählt mit ihren romanischen und frühgotischen Bauten zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern Europas.


 

Als Folge des Gebots, von der eigenen Arbeit zu leben, lehnte das Kloster in den ersten Jahrhunderten die Verpachtung von Ländereien und Einnahmen aus Feudalrechten strikt ab.

 

Auch Pfarreien wurden anfänglich nicht übernommen.

Stattdessen bildete ein ausgedehntes Netz von selbstbewirtschafteten Wirtschaftshöfen, die sogenannten Grangien, die Grundlage der Klosterwirtschaft.

 

Für das Jahr 1163 sind bereits zwölf Grangien belegt, darunter der Draiser Hof, Hof Reichartshausen sowie der klosternahe Neuhof, vier weitere wurden noch im 12. Jahrhundert angelegt.

 

Sie dienten dem Getreideanbau und der Viehzucht. In der Frühphase des Klosters wurde nur ein geringer Teil der landwirtschaftlichen Flächen für den Weinanbau verwendet.

 

Die Reichweite der Besitzungen wird beispielsweise an der Grangie Hadamar deutlich. Diese wurde auf Grundlage mehrerer Schenkungen zwischen 1190 und 1230 in dem 50 Kilometer vom Kloster entfernten Ort aufgebaut.

 

Auf dem Hof lebten und arbeiteten nachweislich mindestens sechs Konversen, zuzüglich saisonale Lohnarbeiter.

 

Der Bau der St. Wendelinbrücke nahe dem Hof wird den Mönchen des Klosters zugeschrieben.

 

Der Hof wurde 1320 an Graf Emich I. von Nassau-Hadamar verkauft, der ihn zum Schloss Hadamar ausbaute.

 

Ab diesem Zeitpunkt verwaltete das Kloster seinen Besitz in dieser Region vom Erbacher Hof in Limburg. In Limburg erinnert heute noch der Straßenname Erbach, eine Variante des Klosternamens Eberbach, an den dortigen Hof des Klosters.

Daneben unterhielt das Kloster elf Stadthöfe, unter anderem den Eberbacher Hof in Köln, Frankfurt am Main und den Erbacher Hof in Mainz, die als Werkstätten, Handelsposten und Herbergen dienten.

 

Der Kölner Hof und sein Weinkeller wurden in einem 1162 für Eberbach ausgestellten Privileg von Papst Alexander III. erstmals genannt.

 

Der Hof war Ziel der jährlichen Kölnfahrt des Klosters, des zentralen Ereignisses des Wirtschaftsjahrs. Im Rahmen der Fahrt wurde die jährliche überschüssige Weinproduktion nach Köln verschifft, um sie auf dem Markt zu verkaufen.

 

Der Kölner Hof entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsstützpunkt des Klosters, da die Hansestadt Köln Zentrum des nordeuropäischen Weinhandels war.

 

Die Leitung der Fahrt oblag regelmäßig direkt dem Abt des Klosters. Bei geeignetem Wasserstand erfolgte sie im Herbst, ansonsten im Frühling.

 

Während der Fahrt wurden Ernteerzeugnisse von den stromabwärts gelegenen Höfen eingesammelt.

 

Die Erlöse wurden genutzt, um höherwertige Waren zu erwerben, die das Kloster nicht selbst erzeugen konnte.

 

Auch in Boppard besaß das Kloster im 13. Jahrhundert Höfe.

 

Da diese sehr beengt lagen, bezog es spätestens 1323 einen neuen Hof in der Bopparder Niederstadt, der zu einem großen Verwaltungszentrum für die bedeutenden Besitzungen am Mittelrhein wurde.

 

Heute zeugt noch das Ebertor von diesem Hof.

Für das Kloster Eberbach sind 58 Äbte namentlich belegt. Ein Totenbuch des Klosters wurde erst zwischen 1369 und 1371 angelegt.

 

Hierin sind nur die Äbte verzeichnet, die im Amt verstarben. Äbte, die zu Lebzeiten resignierten oder in ein anderes Kloster wechselten, wurden vor dem 14. Jahrhundert nicht verzeichnet.

 

Daher wurden die Reihenfolge und die Amtszeiten der früheren Äbte anhand der erhaltenen Urkunden von Hermann Bär im 19. Jahrhundert rekonstruiert.

 

Um Widersprüche in der Aufstellung aufzulösen, wurde die Existenz eines weiteren Abtes (Arnold I., 1152–1159) vermutet.

 

Diese Theorie gilt jedoch inzwischen als fehlerhaft.

Kloster Eberbach war in Oppenheim schon vor 1225 begütert und besaß dort einen Klosterhof mit Kapelle.

 

Letztere, ein Bau aus dem 13. Jahrhundert, ist erhalten, jedoch profaniert und dient heute als Gaststube des Weingutes Dahlem (Rathofstraße 21).

 

An der Außenseite befindet sich ein 1731 bezeichneter Wappenstein des Abtes Adolph Dreimühlen, innen ein ähnlicher mit der Jahreszahl 1733.

 

Der Abt ließ die Kapelle offenbar nach der Stadtzerstörung von 1689 wieder renovieren; bis 1394 soll sie eine Synagoge gewesen sein.

Das Kloster Neuzelle (lat. Monasterium Nova Cella) ist ein Zisterzienserkloster im Landkreis Oder-Spree.

 

Die frühere Abtei in der Gemeinde Neuzelle wurde im 13. Jahrhundert vom Haus Wettin gegründet, bestand bis 1817 und wurde von der Regierung Preußens säkularisiert.

 

Die Klostergüter gingen an das staatlich verwaltete Stift Neuzelle, das bis zu dessen Verstaatlichung im Jahr 1955 bestand.

 

Im Jahr 1996 wurde die Stiftung Stift Neuzelle als Stiftung öffentlichen Rechts des Landes Brandenburg neu errichtet.

 

Die Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt ist Wallfahrtskirche und Pfarrkirche.

Am 2. September 2018 wurde der Konvent des Priorates Neuzelle kanonisch errichtet.

 

Das Priorat wurde von Mönchen des österreichischen Stiftes Heiligenkreuz besiedelt und ist von diesem abhängig.

Das Kloster Neuzelle wurde am 12. Oktober 1268 von Markgraf Heinrich dem Erlauchten aus dem Haus Wettin im Gedenken an seine zwei Tage zuvor verstorbene Ehefrau Agnes gestiftet, um die von den Piasten erworbenen Grundherrschaft zwischen Oder und Schlaube im Siedlungsgebiet der Sorben dem Christentum zu erschließen, wirtschaftlich zu entwickeln und zu nutzen.

 

Das Kloster Neuzelle war eine Ausgründung des Mutterklosters Altzella (Cella) in Sachsen; ein Konvent bestand seit 1281.

Der Klosterkomplex Neuzelle wurde zwischen 1300 und 1330 auf einem in die Oderniederung ragenden Bergsporn errichtet, auf dem vorher ein Plateau geschaffen wurde.

 

Die dreischiffige Hallenkirche der Abtei wurde im Stil der Backsteingotik in der für die Gegend typischen Backsteinbauweise ausgeführt.

Im Mittelalter errichtete die Verwaltung des Klosters Neuzelle eine umfangreiche Grundherrschaft. Über 30 Dörfer in der Niederlausitz und einige in der Mark Brandenburg mit ihren Einnahmen und Frondiensten gehörten zur Klosterherrschaft.

 

Auch das Städtchen Fürstenberg (Oder) (heute Teil von Eisenhüttenstadt) sowie die Burg Schiedlo an der Neißemündung waren im Besitz der Zisterzienser.

 

Im Jahr 1429 drang während der Hussitenkriege eine Heeresgruppe aus Böhmen ein und zerstörte neben der Stadt Guben auch das Kloster Neuzelle.

 

Da sich die Mönche weigerten, die Lehren des Reformators Jan Hus anzunehmen, wurden sie gemartert, ermordet oder verschleppt.

 

Seither werden sie als Märtyrer verehrt, insbesondere Abt Petrus (1408–1429).

 

Unter Abt Nicolaus II. von Bomsdorf (1432–1469) wurde das Kloster wiederaufgebaut, wozu einige erbuntertänige Dörfer verkauft wurden. Die Ausbildung der Kleriker erfolgte am Zisterzienserkolleg in Leipzig.

Obwohl es sich bei den Zisterziensern nicht um einen wissenschaftlichen Orden handelte, brachte das Kloster Eberbach im Mittelalter einige beachtliche Theologen und Gelehrte hervor.

Der 1221 gestorbene Abt Konrad stammte aus dem Mutterkloster Clairvaux. Er war Verfasser des Exordium magnum Cisterciense, eines wichtigen Werkes über die frühe Geschichte des Zisterzienserordens.

Der zeitgleich amtierende Prior Gebeno fungierte als Vermittler der Schriften der heiligen Hildegard, der Meisterin des nahe gelegenen Klosters Rupertsberg bei Bingen.

 

Das von Gebeno zusammengestellte Werk Speculum futurorum temporum, sive „Pentachronon“ sanctae Hildegardis gilt als Wegbereiter der Popularität Hildegards.

 

Die von ihren Zeitgenossen als Prophetin anerkannte Meisterin stand in regem Austausch mit dem Kloster Eberbach.

 

In der Einleitung des Werkes bezieht sich Gebeno auf den Besuch des Abts Johannes vom Kloster Sambucina in Eberbach 1217 und dessen Diskussion über das eschatologische Werk des Joachim von Fiore.

 

Joachim wird wie Bernhard von Clairvaux ausdrücklich als Prophet benannt, der wie Hildegard dem Adler des Johannes (als Verfasser der Offenbarung des Johannes) gleich sei.

Mit Abt Jakob aus Eltville wurde 1372 ein Professor der Pariser Sorbonne zum Abt gewählt.

 

Er gilt als Verfasser bedeutender theologischer Werke.

Daneben blühte auch die Volksfrömmigkeit um das Kloster auf.

 

Bei der Klostergründung durch Bernhard von Clairvaux soll es demnach zu Wundern gekommen sein. So soll das Wasser des Kisselbachs plötzlich bergauf geflossen sein oder ein Eber den Bauplatz abgesteckt haben.

 

Auch wurde mehreren Eberbacher Konversen in zeitgenössischen Quellen des 12. Jahrhunderts die Gabe der Wunderheilung durch Handauflegen zugeschrieben.

Das Kloster erwarb im Laufe der Jahrhunderte eine ansehnliche Reliquiensammlung.

 

So wurde der Kiefer des heiligen Bernhard in Eberbach aufbewahrt.

 

Das Kopfreliquiar des heiligen Valentius der Wallfahrtskirche Kiedrich stammte aus der Eberbacher Reliquiensammlung.

 

Bei der Säkularisation des Klosters sollen noch „zwei Schränke voll“ Reliquien im Kloster gewesen sein.

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Wir befinden uns im Logenhaus in der Moorweidenstraße 36, nahe dem Dammtorbahnhof, in exponierter und zentraler Lage. Das Logenhaus ist Deutschlands größtes, eigens für freimaurerische Zwecke errichtete Logenhaus. Wir empfehlen eine Führung des Hauses von der Außenfassade bis ins Herz der unteren Etage.

Wer für sich die Entscheidung getroffen hat, sich intensiver mit der Freimaurerei zu beschäftigen, der sollte sich näher mit den Logen (Johannislogen) beschäftigen.

 

Jede der 11 Logen in diesem Gemeinschaftsprojekt haben ihre eigene, besondere Charakteristik die es zu erfahren gilt – Sie begeben sich auf Ihre Reise. Wir stellen Ihnen die Logen vor.

 

Sie wünschen Kontakt zu einer Loge, gerne leiten wir Ihre Anfrage umgehend weiter oder melden Sie sich direkt zum Gästeabend an

Erster Grad Bronze-Plastik von Jens Rusch:
Rauher Stein

Freimaurer öffnen in Neustrelitz ihre Pforten

Die Freimaurerloge in Neustrelitz hat sich Gäste eingeladen und in einem spannenden Geschichtsbeitrag die Wurzeln der bekannten Unternehmervereinigung erläutert.

Fast 50 Gäste wurden von Burghardt Heller in seiner Eigenschaft als Vorsitzender Meister beim Gästeabend der Neustrelitzer Freimaurerloge „Georg zur wahren Treue“ am Dienstag im Logenhaus begrüßt.
 
Das Thema des Abends war die Geschichte der Freimaurerei, insbesondere die der Neustrelitzer Loge.
 
Referent war Günter J. Stolz, der schon 1993 in die Loge eintrat und über die Reaktivierung aus erster Hand berichten konnte.
 
Er hatte auch neun Jahre lang das Amt des Vorsitzenden Logenmeisters inne. Zu Beginn seines Vortrags wies Stolz darauf hin, dass die tatsächlichen Anfänge der Freimaurerei im Dunkeln liegen würden. Wurzeln seien jedoch das Christentum, das Vermächtnis der Templer, aber auch die Philosophie der Aufklärung sowie die Steinmetzbruderschaften, von denen viele Elemente der Freimaurerei übernommen wurden.
 
Als Geburtsstunde der modernen Freimaurerei werde jedoch der 24. Juni 1717 angenommen, als sich in England vier Logen zur Großloge zusammenschlossen. Die erste Loge in Deutschland sei im Jahr 1737 gegründet worden und bestehe noch heute, erklärte Stolz weiter.

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Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit sind für einen Freimaurer keine bloßen Lippenbekenntnisse. Sie bilden die elementare Geisteshaltung, in der er mit seinen Mitmenschen in Kontakt tritt. Sie sind gleichsam Voraussetzung für das vertrauensvolle Miteinander in der Loge, die Basis für eine lebendige Freimaurer-Lehre.

So versuchen wir einen Raum der Brüderlichkeit und Toleranz zu öffnen, um aus guten Männern bessere zu machen. In jedem von uns steckt ein Geschenk an die Welt, das darauf wartet, freigelegt zu werden. Es ist der Mittelpunkt unseres Lebens – und wenn wir uns auch noch so sehr betrügen, so wissen wir doch, wie wichtig es für unser Glücklichsein ist. Meist ist dieses Geschenk jahrelang unter Ängsten, Schuldgefühlen und Unentschlossenheit verschüttet. Doch wenn wir beschließen, alles wegzuräumen, was nicht dazugehört, wenn wir nicht an unseren Fähigkeiten zweifeln, dann können wir die Aufgabe erfüllen, die uns bestimmt wurde, die wir uns vor langer Zeit selbst gaben. Dies ist die einzige mögliche Art, ehrenhaft zu leben.

Diese Arbeit – das innenliegende Kunstwerk zu entbergen – nennen wir
die Königliche Kunst.

Lehrling, Geselle, Meister sind die drei Grade innerhalb derer die Freimaurer arbeiten. Jedem dieser Grade ist ein eigenes Ritual zuteil, über dessen Inhalt sich jeder Bruder zur Verschwiegenheit verpflichtet. Dieses Ritual ist das Herzstück der Arbeit am rauhen Stein.

Wer kann Freimaurer werden?

Auf die Frage „Wer kann Freimaurer werden?“ bekommt man von Maurern oft die Antwort:

„Ein freier Mann von gutem Ruf“.

Doch was genau ist ein freier Mann und was ist mit gutem Ruf gemeint?

Die Alten Pflichten von 1723

In den Alten Pflichten von 1723 (Anderson, 1998), ein Regelwerk das seit 1723 eine Art Grundgesetz der Freimaurerei ist, heißt es in Teil „III. von den Logen“:

„Die als Mitglieder einer Loge aufgenommenen Personen müssen gute und aufrichtige Männer sein, von freier Geburt, in reifem und gesetztem Alter, keine Leibeigenen, keine Frauen, keine sittenlosen und übel beleumdeten Menschen, sondern nur solche von gutem Ruf.“

Es werden die nötigen Vorraussetzungen für eine Aufnahme zwar etwas genauer aufgeführt aber lassen immer noch größere Interpretationsmöglichkeiten zu.

Freimaurer Gästeabend besuchen…

Was jeder Suchende bedenken sollte

„Wer der Freimaurerei nahetritt aus Neugierde, Eitelkeit oder in der Absicht, wirtschaftlichen Nutzen daraus zu ziehen, der wird sich bald getäuscht sehen. Es gibt auch keine Enthüllungen von Geheimnissen. Auch wer gesellschaftliches Ansehen sucht, der wird kaum Befriedigung finden.“ (Appel, Oberheide 1993)

Mitgliedschaft in der Loge „Am Rauhen Stein“

Das Hausgesetz der Loge „Am Rauhen Stein“ Matr.-Nr.888 i.O. Hamburg schreibt folgendes, in Anlehnung an die Alten Pflichten von 1723 und im Einklang mit den Vorschriften der GLL-AFAM, vor:

 

§5 Mitgliedschaft

„(1) Die Loge ist eine Verbindung von freien Männern. Sie hat keine geschlossene Mitgliederzahl. Jeder unbescholtene Mann, der menschliche Vervollkommnung erstrebt, kann nach Überprüfung und Eignung aufgenommen werden, nachdem er das 25. Lebensjahr vollendet hat. Über ausnahmsweise Aufnahme Jüngerer entscheidet der Beamtenrat.“

„(2) Der Aufnahmeantrag ist auf dem hierfür bestimmten Formular, zusammen mit einem polizeilichen Führungszeugnis neuesten Datums, über einen Bürgen beim Meister vom Stuhl einzureichen, der ihn dem Beamtenrat und der Bruderschaft vorlegt.“

„(3) Mit seiner Aufnahme erkennt jedes Mitglied die Bestimmungen dieses Hausgesetzes und das Recht der GLL-AFAM als verbindlich an. Hausgesetz und die Sammlung des Rechts der GLL-AFAM sind dem Suchenden vor der Aufnahme inhaltlich bekannt zu geben.“

„(4) Erwerb und Verlust der Mitgliedschaft richtet sich nach den Bestimmungen des Mitgliedschaftsgesetzes der Verfassung der GLL-AFAM. Über Austritt und Streichung entscheidet der Beamtenrat.“

„(5) Für den Fall des Ausscheidens aus der Loge hat jeder Bruder dafür Sorge zu tragen, daß Schurz, Bijou, eventuelle Beamtenabzeichen sowie sämtliche freimaurerischen Schriften und Verzeichnisse der Loge auf schnellstem Wege zugeleitet werden.“

„(6) Die Mitglieder dürfen nur mit Zustimmung des Beamtenrates einer anderen freimaurerischen oder freimaurerähnlichen Vereinigung beitreten oder angehören.“

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Allgemeine Anordnungen (1721)

Die Allgemeinen Anordnungen die 1720 vom Großmeister Mr. George Payne (Ausgabe von 1998) in London zusammengestellt und von der Großloge 1721 anerkannt wurden regulieren die Aufnahme noch genauer, in Teil IV heißt es dort:

„Keine Loge soll mehr als fünf Brüder gleichzeitig aufnehmen, wie auch niemanden, der jünger ist als 25 Jahre. Ein jeder muß über sich selbst verfügen können, es sei denn, dass der Großmeister oder sein Stellvertreter eine Ausnahmegenehmigung erteilt.“

Hier wird der Begriff „ein freier Mann“ bereits genauer umrissen. Der Aufzunehmende musste sein 26 Lebensjahr erreicht haben und frei über sich selbst bestimmen können, das heißt, daß er weder Knecht noch Tagelöhner, noch Geselle oder Lehrling bei einem Meister sein durfte. Dem letzten Satz der Anordnung kann entnommen werden das es möglich war diese Regeln zu umgehen durch eine entsprechende Ausnahmeregelung der Großloge. In den Allgemeinen Anordnungen (V) heißt es weiter:

„Niemand kann als Mitglied einer Loge auf- oder angenommen werden, der nicht mindestens einen Monat vorher bei der betreffenden Loge einen Antrag gestellt hat, damit eine sorgfältige Überprüfung des Rufes und der Eignung des Suchenden stattfinden kann, es sei denn, dass eine der vorerwähnten Ausnahmegenehmigungen erteilt wurde.“

Diese Regel spricht von einem Prüfungsverfahren um den Ruf des Kandidaten zu prüfen. Der Kandidat durfte keiner entehrenden Strafe unterliegen oder anderweitig einen schlechten ruf aufweisen. Es wird auch darauf hingewiesen das die „Eignung“ des Kandidaten geprüft wird. Die Interpretation des Begriffs „Eignung“ wird jedoch frei gestellt. Auch zu dieser Regel konnte es Ausnahmeregelungen von der Großloge erteilt werden. Der letzte Absatz in den Allgemeinen Anordnungen der die Aufnahme weiter reguliert ist Absatz VI. Dort heißt es:

„Niemand kann als Bruder in einer Loge aufgenommen oder als Mitglied angenommen werden, ohne die einstimmige Zustimmung aller beim Vorschlag des suchenden anwesenden Brüder der Loge. Ihre Zustimmung wird vom Meister förmlich erbeten; jeder muß seine Zustimmung oder Ablehnung wohlüberlegt kundtun, sei es durch Worte oder durch Zeichen, aber Einstimmigkeit muß herrschen. Dieses ursprüngliche Recht lässt keine Ausnahme zu, da die Mitglieder der betreffenden Loge in solchen Fällen am besten urteilen können. Denn würde ihnen ein unerwünschtes Mitglied aufgezwungen, so würde das ihre Eintracht gefährden und sie in ihrer Freiheit einschränken. Es könnte sogar zur Spaltung oder Auflösung der Loge kommen, was zu vermeiden alle echten und aufrichtigen Brüder bemüht sein sollten.“

Dieser Absatz beschränkt die oben genannten Regeln. Es wird ausdrücklich den einzelnen Logen das Recht eingeräumt den Kandidaten danach auszuwählen ob er zu den Mitgliedern der betreffenden Loge passt. Dabei hat jedes Mitglied der Loge stimmrecht und der Entschluß zur Aufnahme eines Kandidaten muß von den Logenmitgliedern einstimmig gefasst werden. Der Aufzunehmende soll also eine soziale „Eignung“ zum interagieren innerhalb der betreffenden Loge mitbringen

Internationales Freimaurer Lexikon

Im Internationalen Freimaurer Lexikon (Lennhoff, Posner und Binder 2003) heißt es unter dem Stichwort „Aufnahme in den Freimaurerbund“:

„Aufnahme in den Freimaurerbund finden Männer von einem von der Betreffenden Großloge festgesetztem Mindestalter, die unbescholtenen Rufes und Charakters sind, d.h. als freie Männer von gutem Ruf angesprochen werden, frei über sich verfügen können, ein zum Erfassen der freimaurerischen Grundsätzen hinreichendes Verständnis und Bildung besitzen und gewillt sind sich auf deren Boden zu stellen. Die Frage nach der Religion, der Rasse, der Weltanschauung wird im allgemein Fall nicht gestellt.“

Hier wird eine weitere Interpretation zur „Eignung“ des Kandidaten gegeben. Der Aufzunehmende soll nach Lennhoff, Posner und Binder (2003) eine bestimmte geistige Eignung für die Freimaurerei mitbringen. Weiterhin wird explizit zu den in den Allgemeinen Anord-nungen (1721) und in den Alten Pflichten von 1723 gegebenen Regelungen genannt das die Frage nach der Religion, der Rasse, der Weltanschauung im allgemein Fall nicht gestellt wird und der Kandidat den Willen zeigen muß die Grundsätze der Freimaurerei zu vertreten.

Aus dem Buch „Was ist Freimaurerei?“

Das Buch „Was ist Freimaurerei herausgegeben von R. Appel und J. Oberheide widmet ein ganzes Kapitel der Frage „Wie wird man Freimaurer?“. Dort steht:

„[Für eine Aufnahme] ..ist die Voraussetzung zu erfüllen, dass man ein „freier Mann von gutem Ruf“ ist, das meint, dass der Bewerber frei in seinen Entschlüssen sein muß und ein geachteter Mitbürger unter seinesgleichen ist. Da aber der Freimaurerbund eine Gesinnungsgemeinschaft ist, muß derjenige, der sich ihr anzuschließen gedenkt, diese Gesinnung bereits besitzen. Darum ist auch das Aufnahmeverfahren in der Loge eine Prüfung auf diese für den Freimaurer unerlässlichen Besitz an Lebenserfahrung, Charaktereigenschaften, Grundsätzen des Handelns und einer gewissen seelischen Empfänglichkeit.“

Freimaurerischen Ordnung der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland

In allen bisher betrachteten Anordnungen und Kommentaren zur Aufnahme von Suchenden in den Bund der Freimaurer wurde der Großloge ein Mitsprache Recht eingeräumt. Zur Aufnahme steht in der Freimaurerischen Ordnung der Großloge G.L.A.F.u.A.M. (1996) im ersten Teil in Artikel 4:

„(1) Die Freimaurer nehmen in ihrer Bruderschaft ohne Ansehen des religiösen Bekenntnisses, der Rasse, der Staatsangehörigkeit, der politischen Überzeugung und des Standes freie Männer von gutem Ruf als ordentliche Mitglieder auf, wenn sie sich verpflichten, für die Ziele der Freimaurer an sich selbst und in den Gemeinschaften, in denen sie leben, zu wirken.“ „(2) Bei seiner Aufnahme schließt der Freimaurer mit seinen Brüdern einen Bund fürs ganze Leben“

Absatz (2) ist ein wichtiger Bestandteil der Freimaurerei und sollte von einem Suchenden nicht vernachlässigt werden. Ein Austritt (Deckung) aus dem Bund ist zwar möglich, jedoch möchte die Bruderschaft seinen Mitgliedern keinen Grund für eine Deckung geben und erwartet das ein Bewerber sich der Tragweite seines Beitrittsgesuchs bewusst ist.

§6

„(1) Die Aufnahme eines Suchenden vollzieht sich nach den folgenden Bestimmungen“

„(2) Die Loge kann bestimmen, dass der Suchende zunächst Veranstaltungen der Loge zu besuchen hat und ein Prüfungsausschuß eingeschaltet wird.“

„(3).Suchende ausländischer Staatsangehörigkeit dürfen nur aufgenommen werden, wenn der Großmeister zustimmt. Dies gilt nicht für Angehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit Wohnsitz in Deutschland.“

 

§7

„(1) Bewirbt sich ein Suchender um Aufnahme in einer Loge, so ist er an einen Bruder Meister zu verweise, der bereit ist, den Suchenden zur Aufnahme vorzuschlagen und die Bürgschaft übernimmt “

„(2) Der Bürge soll den Suchenden mit den Zielen der Freimaurerei und den Pflichten eines Bruder Freimaurers bekannt machen und ihn sodann veranlassen, ein schriftliches Aufnahmegesuch vorzulegen.“

„(3) Der Bürge übergibt das Gesuch mit seiner schriftlichen Stellungnahme dem Meister vom Stuhl“

 

§8

„(1) Die Personalien des Suchenden sind der Loge seines ersten Wohnsitzes und, soweit dies üblich oder tunlich ist, auch den Nachbarlogen und den Logen früherer Wohnsitze mitzuteilen.“

„(2) Aufnahmegesuch, Stellungnahme des Bürgen und der Nachbarlogen hat der Meister vom Stuhl, je nachdem, wie es das Hausgesetz der Loge bestimmt, dem Beamtenrat oder dem Aufnahmeprüfungsausschuß zur Prüfung vorzulegen. Geäußerte Bedenken teilt er dem Bürgen mit, damit dieser sie zerstreuen oder seinen Vorschlag zurückziehen kann.“

„(3) Sind von einer anderen Loge Bedenken gegen die Aufnahme geäußert worden und verbleibt diese hierbei trotz Gegenvorstellungen des Meisters vom Stuhl der Aufnahmeloge, so ist das Aufnahmegesuch mit allen Unterlagen dem Distriktsmeister zur Stellungnahme vorzulegen.“

 

§9

„(1) Ist die Prüfung des Aufnahmegesuches abgeschlossen, so gibt der Meister vom Stuhl allen Brüdern von der Person des Suchenden Kenntnis und teilt ihnen zugleich das Datum der für die Kugelung angesetzten Lehrlingsloge mit“

„(2) Zwischen dieser Bekanntgabe und dem Tag der zur Kugelung angesetzten Lehrlingsloge soll ein Zeitraum von mindestens 14 Tagen liegen.“

 

§10

„(1) Vor Beginn der Kugelung ist das Aufnahmegesuch zu verlesen und das Ergebnis der Prüfung mitzuteilen.“

„(2) Bei der Kugelung haben alle anwesenden Brüder der Aufnahmeloge gleiches Stimmrecht. Kein Bruder darf sich der Stimme enthalten. Der Bürge soll zugegen sein; er kann sich durch einen Bruder Meister vertreten lassen.“

„(3) Gekugelt wird durch Abgabe weißer oder schwarzer Kugeln. Der Meister vom Stuhl stellt das Abstimmungsergebnis fest und verkündet es.

„(4) Sind nur weiße Kugeln abgegeben, so ist die Kugelung hell leuchtend und die Aufnahme genehmigt“

„(5) Bis zu drei schwarzen Kugeln bleiben unbeachtet, sofern nicht deren Aufgabe innerhalb drei Tagen dem Meister vom Stuhl gegenüber gerechtfertigt wird. Billigt er die Gründe, so wird der Suchende auf ein Jahr zurückgestellt, andernfalls gilt die Kugelung als leuchtend.“

„(6) Werden mehr als drei, aber weniger als ein Drittel schwarze Kugeln abgegeben, so wird der Suchende auf ein Jahr zurückgestellt. Fällt die nach einem Jahr wiederholte Kugelung wieder ungünstig aus, so ist der Suchende bei dieser Loge für immer abgewiesen.“

„(7)Ein Drittel oder mehr schwarze Kugeln weisen den Suchenden bei dieser Loge für immer ab.“

„(8) Die Personalien eines nach Abs. 6 oder 7. abgelehnten Suchenden werden von der Loge unverzüglich über den Distriktsmeister schriftlich der Kanzlei mitgeteilt.“

 

§11

„Ist ein Suchender von der Loge zurückgestellt oder endgültig abgewiesen worden, so darf eine andere ihn nicht vor Jahresfrist aufnehmen. Zuvor hat sie bei der ersteren anzufragen, ob noch Bedenken gegen seine Würdigkeit bestehen; werden diese aufrecht erhalten, so ist die Aufnahme nur mit Zustimmung des Großmeisters zulässig.“

 

§12

„Erst mit der ritualmäßigen Aufnahme wird der Suchende Freimaurer und erwirbt die Mitgliedschaft der Loge “

Der Erfurter Dom (früher auch Marienkirche oder Propsteikirche Beatae Mariae Virginis genannt) ist der wichtigste und älteste Kirchenbau in Erfurt.

 

Er ist 81,26 m hoch und besitzt mit der Gloriosa die größte freischwingende, aus dem Mittelalter stammende Glocke der Welt.

 

Der Dom diente nur kurze Zeit in der Mitte des 8. Jahrhunderts als Bischofssitz und war das gesamte Mittelalter über bis in das frühe 19. Jahrhundert hinein Sitz des Kollegiatstifts St. Marien. Seit 1994 ist er wieder Kathedrale des neugeschaffenen Bistums Erfurt und Sitz des Domkapitels.

Geschichte Erfurts im frühen Mittelalter

Erfurt war bereits

im Thüringischen und Fränkischen Reich ein wichtiges Machtzentrum. Papst Gregor II. (715–731) hatte 724 die Thüringer aufgefordert, dem hier missionierenden Bonifatius ein „Haus“ zu bauen. Angeblich kam man dieser Aufforderung bereits 725 nach. 741/742 bat Bonifatius den Papst Zacharias, die Gründung eines Bistums „an dem Erphesfurt genannten Ort, der schon seit langem eine Siedlung oder Burg (urbs) heidnischer Bauern war“ zu bestätigen.

 

Gleichzeitig wurden auch die Bistümer Büraburg (später Fritzlar) und Würzburg eingerichtet.

 

Die Ersterwähnung gilt als Gründungsdatum der Stadt Erfurt, obwohl Bonifatius ja schon eine volkreiche Siedlung vorgefunden hatte, was zum einen Bedingung für die Einrichtung eines Bistums war und zum anderen die Ergebnisse der stadtarchäologischen Forschungen deutlich gezeigt haben.

Wenige Jahre später, wohl schon in den frühen 750er Jahren, spätestens aber nachdem Bonifatius, Adalar und Eoban 754 das Martyrium in Friesland erlitten hatten, erfolgte die Auflösung des Bistums und die Eingliederung in das Bistum Mainz.

 

Der erste Erfurter Bischof war wohl nicht Adolar, wie in der Legende berichtet wird, sondern der seit 751/752 in Eichstätt wirkende Willibald von Eichstätt.

 

Aus dem Jahr 802 liegt die urkundliche Nennung einer karolingischen Pfalz vor, die mit einiger Sicherheit auf dem Erfurter Petersberg zu lokalisieren ist.

 

805 wurde Erfurt im Diedenhofener Kapitular Karls des Großen als Grenzhandelsplatz mit den Slawen bestimmt.

Baugeschichte der katholischen Domkirche Beatae Mariae Virginis

Der erste Vorgänger der heutigen Marienkirche wurde angeblich ab 752 durch Bonifatius errichtet; an welchem Ort und in welcher Form dies erfolgte, ist nicht bekannt.

 

Bei archäologischen Untersuchungen anlässlich eines Orgeleinbaus wurde 1991 im Westen des heutigen Langhauses in drei Meter Tiefe eine aus einfachem Mauerwerk errichtete Westapsis angetroffen und ins 9. Jahrhundert datiert.

 

Der Ausgräber Wolfgang Timpel hielt es für möglich, dass sie bereits zur ersten Kirche gehört hatte und im 8. Jahrhundert errichtet worden war. Eine erneute Untersuchung ergab, dass diese Apsis erst aus jüngerer Zeit, wohl dem 12. Jahrhundert, stammt.

St. Marien wurde 1117 erstmals urkundlich bezeugt. 1153 wurde vom Einsturz der Erfurter Hauptkirche, der major ecclesia, berichtet. 1154 erfolgte der Baubeginn einer spätromanischen Basilika auf dem Domberg. Man kann jedoch weder als sicher annehmen, dass die Kirche des Bonifatius bis 1153 stand, noch dass der Bau tatsächlich eingestürzt war.

 

Viel wahrscheinlicher ist, dass die Domherren und der Mainzer Erzbischof eine neue Kirche errichteten, weil sie hinter dem Neubau der benachbarten St.-Severi-Kirche und des Petersklosters, die bei einem Brand 1142 zerstört worden waren, nicht zurückstehen wollten.

 

Möglicherweise hatte der Brand aber auch teilweise auf St. Marien übergegriffen.

Der Bau ging schnell voran, da man bei den Bauarbeiten 1154 zwei Bestattungen aufgedeckt hatte, die als Überreste der heiligen Bischöfe Adolar und Eoban identifiziert wurden, was mit den bald darauf einsetzenden Spenden und Opfergaben wesentlich zur Baufinanzierung beitrug.

 

Die Kirche war 1170 bereits benutzbar, da in diesem Jahr Ludwig III., der Sohn des Landgrafen Ludwig des Eisernen von Thüringen, dort von Kaiser Friedrich I. Barbarossa zum Ritter geschlagen wurde.

 

Wolframleuchter

 

Madonna, Stuckretabel

Auch die beiden ältesten Ausstattungsstücke des Doms stammen aus dieser Zeit, der sogenannte „Wolfram“ bzw. Wolframleuchter und die romanische Madonna aus Stuck, die beide um 1160 datiert werden. Beim Wolframleuchter handelt es sich um die Bronze-Freiplastik eines Leuchterträgers, die vermutlich in der Magdeburger Gießhütte entstand und eine der ältesten freistehenden Bronzeskulpturen in Deutschland überhaupt ist.

 

Der in einer ziselierten Inschrift auf den herabhängenden Gürtelenden zusammen mit seiner Ehefrau „Hiltiburc“ genannte Stifter Wolfram war sehr wahrscheinlich identisch mit einem Mainzer Ministerialen Wolframus scultetus, der 1157 zweimal in Urkunden erschien.

Vom 20. Juni 1182 ist eine Weihe der Kirche überliefert. Bei dieser dürfte es sich um die Gesamtweihe handeln, ohne dass zu diesem Zeitpunkt schon alle Bauarbeiten abgeschlossen waren.

 

Dies belegen Nachrichten über die Fertigstellung der Türme und eine erneute Weihe am 5. Oktober 1253, die besonders in der älteren Literatur gern als Abschluss des romanischen Baus in Anspruch genommen wurde.

 

Es kann sich aber nur um eine Nach- oder Wiederweihe nach Um- oder Erweiterungsbauten handeln. Wahrscheinlich bezieht sie sich auf die Einwölbung des Sanktuariums, das mindestens bis 1238 flach gedeckt war.

Beim Erfurter Latrinensturz im Jahre 1184 brachen während eines Hoftages des Königs und späteren Kaisers Heinrich VI. Teile der Dompropstei zusammen.

 

Etwa 60 der Anwesenden, darunter viele Adelige, wurden zum Großteil dadurch getötet, dass sie durch zwei Stockwerke in die darunter befindliche Toilettengrube fielen und in den Fäkalien ertranken bzw. erstickten.

Von dem romanischen Bau aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, einer Basilika mit kreuzförmigem Grundriss, haben sich die Unterbauten der Türme mit je zwei quadratischen Untergeschossen, die westlich anschließenden Chornebenräume und Teile des Querhauses erhalten.

 

Die darüber liegenden Turmgeschosse, die in ein Oktogon übergehen, stammen aus dem späten 12. Jahrhundert und der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.

 

1201 wurde der Süd- und 1237 der Nordturm fertiggestellt; beide wurden später mehrfach verändert beziehungsweise im 15. Jahrhundert neu

 

Wie in anderen Dom- und Stiftskirchen wuchs in der Gotik das Bedürfnis, die Kirche und besonders den Chor größer und heller zu gestalten, zumal der Platz nicht mehr für alle Domkapitulare ausreichte. Deren Zahl war durch mehrere Stiftungen beträchtlich gestiegen und über 100 Personen, an Feiertagen sogar an die 300 Kleriker nahmen am Gottesdienst teil.

In den 1280er Jahren wurde daher begonnen, einen neuen größeren Chor mit polygonalem Abschluss anzufügen. 1290 erfolgte die Weihe der ersten Chorverlängerung. Daraufhin wurde mit dem Ausbau des Mittelturms begonnen und dieser vor 1307 fertiggestellt. Er dient als Glockenhaus mit der berühmten Kirchenglocke „Gloriosa“, die erstmals 1251 geweiht wurde. Zwischenzeitlich wurde die Glocke mehrmals neu gegossen; der letzte Guss erfolgte 1497.

Bald reichte der Platz erneut nicht mehr aus. Deshalb schuf man im 14. Jahrhundert einen noch einmal wesentlich erweiterten Chor und stellte auch umfangreiche Bauarbeiten an der restlichen Kirche an. Der 1349 weitergeführte (zu diesem Zeitpunkt standen die unteren Meter des Mauerwerks schon seit einer Generation fertig da) sogenannte Hohe Chor mit 5/8-Schluss wurde von dem Weihbischof von Constantia, Friedrich Rudolf von Stollberg, geweiht, der zwischen 1370 und 1372 amtierte.

Der Dom wurde aus Seeberger Sandstein errichtet, der vom Großen Seeberg bei Gotha stammt.

 

Gesamtansicht des Baukörpers, rechts im Bild die Severikirche

 

Ansicht des Doms von Süden

 

Angeleuchteter Dom und Severikirche bei Nacht

Besonders hinzuweisen ist auf den spätgotischen Glasgemäldezyklus (etwa 1370–1420) im Hohen Chor, einem der besterhaltenen in Deutschland, und die ebenfalls noch weitgehend originale Raumausstattung des Chores. Das Chorgestühl wurde 1329 geschaffen. Seine dendrochronologische Datierung zeigt, dass die Planungen der Bauausführung weit vorgriffen – 1329 standen erst die untersten Meter des Mauerwerks des Hohen Chors.

 

Nach einer Bauunterbrechung wurde hier 1349 weitergebaut.

Der Chor steht auf gewaltigen Substruktionen, die man bis 1329 für die künstliche Erweiterung des Domhügels nach Osten schaffen musste.

 

Diese Unterbauten werden Kavaten genannt, was sich von lateinisch cavare = „aushöhlen“ ableiten lässt. Im Mittelalter und Neuzeit wurden hier Häuser eingebaut, die im 19. Jahrhundert beseitigt wurden.

 

Das heutige Bild des Chors entstammt ebenfalls erst dieser Zeit, in der die Attika auf der Mauerkrone und die Fialen, die Heiligenskulpturen vor den Strebepfeilern und weitere Ausstattungsteile neu geschaffen wurden.

 

Noch mittelalterlich ist dagegen die Außenkanzel an einem der Kavatenpfeiler.

 

Mit dem Bau der Kavaten wurde auch die Unterkirche – die Benennung Krypta ist nicht ganz korrekt – errichtet, die 1353 geweiht wurde.

 

Die gotische Unterkirche war Andachtsraum und Prozessionsweg zugleich. Gesichert ist die Heilig-Blut-Prozession um den Chor.

 

In dieser Funktion bedurfte sie keines direkten Zugangs von der Kirche, wohl aber zweier gegenüberliegender Türen für die Prozession.

Zeitgleich zur Erbauung der Kavaten – um 1330 – wurde der Triangel-Portalvorbau am nördlichen Querschiffsarm als Haupteingang errichtet.

 

Er zeigt die zwölf Apostel und den Zyklus der klugen und törichten Jungfrauen, flankiert von Ecclesia und Synagoge.

 

Insgesamt ist diese Lösung ungewöhnlich, denn der Dom hat keine repräsentative Westfassade mit Portal, sondern man erlebt ihn von Nordosten her kommend.

 

Dies liegt vor allem an dem begrenzten Platz auf dem Domhügel, den man sich noch mit der Severikirche teilen musste und der wichtigen mittelalterlichen Stadt östlich des Domes.

Aus dem Jahr 1452 stammt die Nachricht, dass der Einsturz des Langhauses drohte.

 

Dies ist zwar nicht ganz unwahrscheinlich, da man ja immer noch das romanische Langhaus benutzte, aber es war wohl mehr der Wunsch nach einem ähnlichen modernen Bau wie dem der benachbarten St. Severi-Kirche, der zu einem Neubau schreiten ließ. St. Severi hatte schon in der Mitte des 14. Jahrhunderts nach einem Brand ein neues Langhaus erhalten.

1455 wurde das Langhaus endgültig abgerissen und mit dem Neubau einer spätgotischen Hallenkirche begonnen.

 

Der Grund für den Umbau liegt offenbar darin, dass die Stiftsherren mehr Platz für die Gemeinde gewinnen wollten.

 

Der eigenständige Anteil der bürgerlichen Bevölkerung an der Baufinanzierung wird aber auch erheblich einzuschätzen sein.

 

Die Kirche war um 1465 wieder benutzbar, da von einer Fronleichnamsprozession durch das Westportal berichtet wird. Wann das Langhaus fertiggestellt war, ist nicht überliefert.

 

Das spätgotische Sterngewölbe im Südarm des Querhauses stammt wohl ebenfalls aus dem letzten Drittel des 15. Jahrhunderts und zeichnete vermutlich ehemals den Standort der Reliquien-Tumba der hl. Adolar und Eoban aus (heute in der Unterkirche).

aufgebaut.

Die Klausur südlich des Doms ist heute dreiteilig und umschließt einen kleinen Kreuzhof.

 

Der westliche und südliche sind übliche einschiffige Kreuzgangflügel, der nördliche wurde mit dem Bau des spätgotischen Langhauses niedergelegt. Dagegen ist der östliche Kreuzgangflügel als zweischiffige sogenannte Kunigundenhalle ausgebildet.

 

Der Saal diente den Kapitelsitzungen und wurde wohl ungefähr gleichzeitig mit der Fertigstellung der Türme 1230/1240 errichtet.

 

Die übrigen Teile der Klausur wurden abschnittsweise von der Mitte des 13. Jahrhunderts bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts errichtet und umgebaut, der Ostflügel Mitte des 14. Jahrhunderts nachträglich eingewölbt.

 

Auch die Klausurgebäude wurden in der Folgezeit und insbesondere im 19. Jahrhundert stark verändert.

Die Clemens- und Justuskapelle am Ostflügel, ein einschiffiger, einjochiger Raum mit Sterngewölbe und 5/8-Schluss, wurde 1455 fertiggestellt und weicht ebenfalls in Achse nach Norden hin ab.

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KLOSTERLEBEN, JUGENDHERBERGEN ODER GLEICH INS FERIENLAGER

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